Schritte zur Qualitätssicherung


Das erste, bei der Herstellung der Kermelfaser eingeführte Qualitätssicherungssystem stammt aus dem Jahre 1996. Es betraf damals Aramidfasern von Rhône-Poulenc.

Diese Firma betrieb damals nur die Herstellung, die Lagerhaltung und Lieferung der Fasern. Die Zertifikation wurde damals nach der ISO Norm 9002 vorgenommenen und die Anforderungen der übergeordneten ISO 9001, die Konzeption und Entwicklung betreffen, kamen nicht zum Tragen.

Zwei weitere Zertifikationserneuerungen später wurden die gesamten Kermel-Aktivitäten nach Colmar verlagert. Forschung, Entwicklung und Marketing müssen nun im Managementsystem berücksichtigt werden, was automatisch die Inangriffnahme der Zertifikation nach der ISO Norm 9001 bewirkte.

Inzwischen ist letztere Norm im Jahre 2000 in einer neuen Form herausgekommen, die sich nicht mehr auf die Verfahrensbeherrschung beschränkt, sondern auch die Prozeßsteuerung beinhaltet. Letztere stellt eine Verkettung der zur Erreichung eines exakt definierten Ergebnisses erforderlichen Operationen dar. Diese Operationen können im allgemeinen nacheinander von verschiedenen Abteilungen umgesetzt werden.

Die Prozeßbeschreibung und daran anschließend die Prozeßsteuerung bedingen daher eine "transversale" Betrachtungsweise des Unternehmens. Hiervon ausgehend ist es nicht mehr die Effizienz der einzelnen Werksabteilungen, die man zu verbessern sucht, sondern jene der einzelnen Prozeßschritte.
 

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